Westwind, vom Sensor bis zur Ausstellung

Aufrufe: 74


: “Der Auftrag und das Fest”
– Im September ist Feierzeit in Karlsruhe. Bei angenehmen Temperaturen und schönem Ambiente lässt es sich gut auf dem Gutenbergplatz feiern. Ein wirklich sehr schöner Ort, ….

…. ich denke sogar der schönste Platz in Karlsruhe. Zu verdanken hat er es den aufwendigen Gebäudefassaden, denn der Platz wurde in der Zeit zwischen 1900 und 1904 angelegt. Der Markt auf dem Gutenbergplatz ist der älteste Markt der Stadt. Alles steht irgendwie unter Denkmalschutz. Nicht ganz im Zentrum des Platzes steht ein aufwendiger Brunnen aus Granit. Hinter den hübschen Fassaden sind kleine Geschäfte, Café’s  und Restaurants untergebracht, die einen ganz besonderen Charm versprühen. Im September findet hier das Westwindfest statt, mit kulturellem Programm auf der Bühne und auf dem Platz, mit kreativem Spiel für Kinder und Biergartenatmosphäre für die Erwachsenen

Die Aufgabenstellung

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten wir, ca. 7 freiwillige Teilnehmer aus dem Fotosalon-Karlsruhe, die Aufgabe, das Westwindfest mit fotografischen Impressionen zu begleiten. Die Fotografien mussten bereits im Vorfeld produzieren werden, damit sie während der Veranstaltung ausgestellt werden können.

Die Aufgabe lautete: ‘Das Geschäftsambiente rund um den Gutenbergplatz’.

Die Umsetzung sollte auf künstlerische Art und Weise erfolgen, d.h. es soll keine Dokumentation der Geschäfte des Gutenbergplatzes sein, sondern eine künsterliche Interpretation.

Mehrfach besucht und versucht

Zu einem günstigen Zeitpunkt trafen wir uns also auf dem Gutenbergplatz und fotografierten was das Zeug hielt. Damit nicht alles doppelt und dreifach abgegeben wird, wurden die Geschäfte gruppiert und den Teilnehmern fest zugeordnet. Es ist tatsächlich nicht einfach, im tagtäglichen Rummel Geschäfte und Häuserfassaden künstlerisch auf den Sensor zu bringen. Mit dem ersten Schuß war es nicht getan… das war schnell klar. Deshalb haben wir uns gleich mehrfach auf dem Gutenbergplatz getroffen, um z.B. bessere Perspektiven mitzunehmen. Zugegebenermaßen sind wir bei dem Wetter wirklich ungern vom ansässigen Biergarten aus wieder nach Hause gefahren 😉

 Künsterisch ?

Und was heisst außerdem ‘künstlerisch’ ? Booahh..   mit diesem Begriff tue ich mich wirklich schwer. Mit einfachen Fotos war es dann offensichtlich doch nicht getan, also musste eine besondere Form der Nachbearbeitung oder Montage her.

Da ich gerade wieder mal mit Filtertechnik experimentierte, kam mir der Gedanke, meine Fotos in Gemälde zu verwandeln. Ich dachte mir: “Gemälde sind doch immer irgendwie Kunst, das wird schon klappen… “. Damit das alles auch nett aussieht, musste alles in ein grafisches Gesamtkonzept hinein passen, es sollte einen roten Faden und einen Wiedererkennungswert besitzen.

Schon wieder GIMP ?

Gesagt getan, machte ich mich auf dem Filtermarkt schlau und kam, oh Wunder, wieder auf GIMP (eine freie Bildbearbeitungssoftware) zurück.

 Für den, der es nicht schon von mir gehört hat: für GIMP existiert ein Filterset mit dem Namen ‘gmic’, der es mir wirklich! angetan hat. So wurde ‘Step by Step’ getestet und gefiltert, so lange, bis ich mir das Set und die Parameter so zurechtgelegt hatte, dass es auf alle Fotografien gleichermaßen passte.
 
Ausstellung während des Westwindfestes
 
Im Vorfeld wurde darüber nachgedacht, wie wir wohl die Menge an Fotografien zum Fest in ein kleines Zelt hineinpacken könnten. Das Ergebnis war ganz pragmatisch: “..  geht nur über Beamer oder Monitor”. So wurden all unsere Fotografien per Slide-Show auf großem Monitor in kleinem Zelt während des Westwindfestes dargestellt.
 
Ausstellung in der ‘Galerie futur2’
 
Dann kam der Druck, denn es war eine weitere Ausstellung geplant. Nach gemeinsamer Besprechung im Stammtisch einigten wir uns auf Hartschaumplatte, denn das war recht günstig. Ich war nicht ganz unglücklich, denn die helle Hartschaumplatte passte auch ganz gut zu meinen hellen, pastellfarbenen Bildern. So hingen dann alle Bilder auch noch eine Weile in der ‘Galerie futur2’ in Karlsruhe aus.
 

Fazit

Insgesamt fand ich die Aufgabenstellung und die Lokation echt spannend. Spannend war auch die Entstehung der Fotografien und der Optimierungsgedanke dahinter. Wie bereits geschrieben: wir waren gemeinsam ca. 3mal auf dem Gutenbergplatz um unsere Impressionen zu optimieren. Sowas hatte ich zuvor noch nie gemacht  …  

… ach so …   und der Biergarten dort ist echt klasse 🙂 

Fotogalerie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.