Rost, nichts als Rost…

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: “Rost, soweit das Auge reicht”
– Mein Handy summte, tanzte, spielte irgendeine Art von Dschungelmusik und leuchtete in allen Regenbogenfarben. Es erinnerte mich im Halbschlaf an den heutigen Tagestrip mit meinen Freunden aus dem Fotosalon-Karlsruhe. Ein Besuch der Völklinger Hütte war geplant. “..tatsächlich so früh ? ..och neeee… so früh  ?.. ”  …..

….  aber im Kalender stand: Abfahrt mit der Bahn um 0730Uhr und aufstehen um 0630Uhr. Immerhin war die Tasche gepackt und die Tickets waren bereits besorgt. Kurz geduscht ab in’s Auto. Gut, die Bahn hatte ordentlich Verspätung wegen einer Signalstörung, aber das war gar nicht so schlimm, denn ich sah immer noch ziemlich mitgenommen aus.

Die Idee mit dem Rost

“Einen ganzen Tag Rostlandschaft anschauen ?” , fragte ich mich, obwohl das ja auch schon das 3te mal war. Und schwuppdiwupp war die Fototidee für heute festgemacht, so völlig ohne Café. Ich wollte Rost auf besondere Weise fotografieren. Man hat ja schließlich die Wahl: man kann Rost schön oder eben nicht so schön aussehen lassen. Die Medien machen das ja auch ständig, gerade so wie es Leser oder Zuschauer haben wollen. Noch am Bahnhof googelte ich nach einer Webseite, an die ich mich ganz schwach erinnern konnte (Manfred Kriegelsteins Serie ‘Ars Morbiduum’). Genau, das war mein Thema für Heute. Der Zug kam und es ging los. Wir tranken noch einen schnellen Café während des Umsteigens in Neustadt und schon waren wir im saarländischen Völklingen angekommen, ungefähr 500m vom Eingang der Völklinger Hütte entfernt. Das heutige UNESCO- Weltkulturerbe ist nämlich ein Paradies für Hobbyfotografen, was dazu führt, dass man durchaus mehrfach dort hin fährt, was wiederum dazu führt, dass man sich jedes mal ein anderes Thema ausdenken muss, um eben nicht immer auf der selben Schiene fahren zu wollen. Das Areal ist dankenswerterweise so gigantisch groß, das man sicher eine Woche benötigen würde, bis man alle Ecken und Winkel begangen hat.

Die Fotografie und der Rost

Wie beschrieben, ich hatte mein Thema ja bereits im Kopf und suchte rostige Details, nicht als rostige Details.. mit Rost .. aaaha.
Der Unbeteiligte würde sagen: der spinnt ja, der Fremde. Dabei bin ich doch gar nicht fremd, sondern ebenfalls Saarländer 🙂  Zugegeben: es sieht schon ziemlich blöd aus, wenn man minutenlang vor Rost steht und es auch noch so aussieht, als wenn man darüber nachdenkt. Irgendwann war’s mir dann egal, auch dann als ich gefragt wurde, ob ich etwas verloren hätte.. es sei ja alles so unübersichtlich rostig hier….  

Vom Rost zum Bild

Ich suchte also rostige Details mit besonderer, bzw. anderer Bedeutung. Das war gar nicht so einfach, denn man braucht viel Zeit und einen freien Kopf. Ein paar Fotografien sind mir dann doch noch gelungen, wenngleich ich jede Menge Ausschuss produziert habe. Von ca. 70 Fotografien haben es letztendlich 10 in meine persönliche Endrunde geschafft. Und dann kam die Nachbearbeitung. Während der Nachbearbeitung der Fotografien viel mir auf, dass die Schwarzweiß-Varianten viel ausdrucksstärker sind als die farbige Versionen. Also reduzierte ich die Fotos zusätzlich noch auf S/W.
Hier sind die Ergbnisse eines ganzen rostigen Tages:

Abstrakt    Der Mensch

Abstrakt    Die Frau im Wald

  Abstrakt    Löschboot in Hamburg

Abstrakt    Eine Regenwolke

Abstrakt    Bergdorf bei Sonnenaufgang

Abstrakt    Der Wäschetrockner

Abstrakt    Im Dschungel

Abstrakt    Sanddüne mit Vogel

Abstrakt    Ein Lagerfeuer

Abstrakt    Sommergewitter

Schön war’s. Abschliessend nochmal vielen Dank an den geduldigen Rost der Völklinger Hütte für’s stillhalten  .. er hat sich tatsächlich nie bewegt   …..   🙂 

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