Museumsbesuch (bei) der Oberklasse

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-11/2018 : “Neues Objektiv und edle Karossen
– Endlich war es da, das neue Objektiv. Ein Samyang 85mm Festbrennweite, komplett ohne Automatik und mit einer Offenblende von f1.2. Ich wollte gerade mein Wochenende damit verplanen, als …

….. mich der Aufruf zur nächsten Fotoaktion erreichte. Ziel war das Merzedes-Benz Museum in Stuttgart. Heidernei …  , und das soll ich jetzt mit einem 85mm Objektiv bewerkstelligen ? Ok, wenn schon schräg, dann richtig, denn vor einiger Zeit hatte ich mir eine 5DMarkII bei Ebay geschossen und irgendwie bin ich nie dazu gekommen, das Teil zu benutzen. Jetzt soll beides zum Einsatz kommen.

Ohne technischen Schnickschnack

Das Objektiv war angeschraubt und ich bekam sofort den ersten Schreck: ” Boahh.. , ist das Fokussieren anspruchsvoll bei geöffneter Blende”. Es folgten 2 Stunden hartes Experimentieren, um das mit dem Fokus einigermaßen hin zu bekommen, denn das Samyang besitzt diesbezüglich keinerlei Hilfen, … nix da .. nada.. null.

Der Trick, die Rettung

Recht schnell hatte ich einen kleinen Trick herausgefunden, der ganz gut funktionierte. Man kann die 5DMarkII nämlich jederzeit per Knopfdruck zur Fokusmessung veranlassen und wenn man dann gleichzeitig am Fokusring des Objektives dreht, zeigt die Canon den Fokustreffer optisch und akustisch sauber an. Das klappt zwar nur sehr langsam, ist aber hervorragend treffsicher. Und wehe man wackelt damit herumm, so ganz ohne Bildstabilisator, denn dann wird das nix mit den Fotos 🙂

Auf in’s Abenteuer

Zugegebenermaßen bin ich sehr von meiner Systemkamera und deren Fokus-Peaking verwöhnt und schielte ständig nach der Tasche, aber es stand fest: “Nix da, die Canon und das Samyang werden mitgemommen und sonst gar nichts.. Basta!”. Was für ein Abenteuer, zumal ich beides noch nie benutzt hatte, ganz nebenbei eine völlig schräge Brennweite im Gepäck hatte und mir von der Kamera lediglich die Speicherkarte bekannt war. 

Gelassen fuhren meine Mitstreiter mit dem Zug vom HBF Karlsruhe los. Etwas ungelassen versuchte ich, die Bedienungsanleitung zu lesen und dachte nur: ” Das! geht genau Jetzt! und Heute! schief “. Ich merke mir schnell ein paar Handgriffe und stelle noch ein paar unwesentliche Kameraparameter per Menü ein: z.B. auf RAW umstellen, das Datum einstellen und das Bildformat 3:2 oder 4:3 auswählen uvam. Das war nämlich alles ‘resettet’, wahrscheinlich weil ewig kein Akku mehr in der Kamera eingeschoben war.

Und das Ergebnis ?

Verblüffend, Hamma!. Echt verblüffend ! Ich .. ich bin hin und weg von der Kombi. Mit einer völlig schrägen Brennweite ohne Bildstabilisator in ein Museum zu gehen und mit einer Kamera, von der man gerade mal die Speicherkarte kennt eine Fotoserie geschossen zu haben, die sich wirklich sehen lassen kann, hat mich schon ein bischen stolz gemacht. Alles war scharf und einigermaßen gut ausbelichtet. Und das Bokeh des Samyang. Hamma !

Papperlapapp, lange Rede kurzer Sinn, hier sind die Ergebnisse:
PS: die etwas weitwinkeligeren Aufnahmen wurden nicht mit dem Samyang gemacht, denn ich konnte mir vor Ort ein Weitwinkel-
Objektiv ausleihen. Der Rest stammt vom Samyang.

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